Die Psychologie lässt sich vereinfacht als wissenschaftliche Lehre vom Erleben und Verhalten von Menschen definieren. Es handelt sich um ein Studienfach, welches als Haupt- oder Nebenfach an vielen Universitäten und Hochschulen angeboten wird. Es existieren auch eigenständige Studiengänge, in denen ausschließlich ein Teilgebiet der Psychologie studiert wird bspw. Sozialpsychologie oder Wirtschaftspsychologie.
Die akademische Psychologie gliedert sich in Grundlagen- und Anwendungsfächer. Das Studium umfasst demzufolge grundlegende Bereiche wie Allgemeine Psychologie (bspw. Lernpsychologie, Psychophysik, Gedächtnispsychologie), Entwicklungspsychologie, Differentielle und Persönlichkeitspsychologie, Biopsychologie und Sozialpsychologie, quantitative und qualitative Methoden (Stochastik, Statistik, Testtheorie und Forschungsmethoden). Im fortgeschrittenen Studium werden unterschiedliche Anwendungsbereiche, je nach Angebot des Hochschulinstituts, studiert. Anwendungsfächer sind bspw. die Klinische Psychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Pädagogische Psychologie, Verkehrspsychologie und Rechtspsychologie. Im Rahmen der Bologna-Beschlüsse wurde das europäische Hochschulwesen reformiert. Das Psychologiestudium wird seither nicht mehr mit einem Diplom oder Magister (Nebenfach Psychologie), sondern den akademischen Geraden Bachelor und Master abgeschlossen. Es obliegt den psychologischen Instiuten der jeweiligen Hochschule, ob sie einen Bachelor bzw. Master of Science (B.Sc. bzw M.Sc.) oder einen Bachelor bzw. Master of Arts (B.A. bzw. M.A.) verleihen. In der Regel wird der Master-Abschluss dem Diplom gleichgesetzt. Dieser ist auch die Voraussetzung für die psychotherapeutische Ausbildung gemäß dem PsychThG.
Psycholog*innen sind vor allem in der freien Wirtschaft tätig, seltener im klinischen Bereich. Die Wahl des Berufsfelds ist abhängig von den persönlichen Schwerpunkten und Interessen der Absolvent*innen. Häufige Einsatzgebiete für Psycholog*innen sind betriebliche Personalauswahlverfahren und die Durchführung von Eignungsdiagnostik. Weiterhin arbeiten Psycholog*innen häufig als Berater*innen (Schulen, Vereine, Wohngruppen etc.), Gutachter*innen (Rechtspsychologie, Verkehrspsychologie), in der Familienhilfe,in  Weiterbildungseinrichtungen oder als Wissenschaftler*innen in Forschungseinrichtungen.