Psychotherapeut*innen sind heilkundlich in der stationären oder ambulanten Versorgung von Patient*innen mit psychischen oder psychosomatischen Störungen tätig. Ihnen wurde eine Approbation erteilt.
Unterschieden wird zwischen arztlichen Psychotherapeut*innen und psychologischen Psychotherapeut*innen. Erstere haben ein Studium der Humanmedizin und eine anschließende Weiterbildung absolviert, letztere ein Psychologiestudium erfolgreich abgeschlossen und eine anschließende Ausbildung mit staatlicher Prüfung beendet. Eine weitere Gruppe bilden die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen. Diese haben entweder im Rahmen einer ärztlichen Weiterbildung die Fachkunde erworben oder eine staatlich anerkannte Ausbildung absolviert. Neben Mediziner*innen und Psycholog*innen können in Deutschland auch Pädagog*innen und Sozialpädagog*innen mit einem akademischen Abschluss zur Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zugelassen werden.
Die Berufsbezeichnung »Psychotherapeut*in« ist gesetzlich geschützt (§132a StGB und §1 PsychThG) und darf ausschließlich von Personen geführt werden, welche die beschriebenen Anforderungen erfüllen. Eine weitere Berufsgruppe, die psychotherapeutisch tätig sein darf, sind Heilpraktiker*innen und Heilpraktiker*innen, eingeschränkt auf den Bereich Psychotherapie. Diese sind jedoch nicht berechtigt die Bezeichnung »Psychotherapeut*in« zu tragen. Ihnen wurde keine Approbation erteilt, sondern eine behördliche Erlaubnis.